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Die Forschungsklasse "Heterogenität und Inklusion"

Der aktuelle Bildungsdiskurs wird derzeit von den Themen Heterogenität und Inklusion dominiert. Durch die Ratifizierung der Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 gilt die inklusive Beschulung von Kindern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf, die in Paragraph 24 der Konvention verankert ist, als große und kontrovers diskutierte Herausforderung.

Schule ist ein von Vielfalt geprägter Raum. Dies spiegelt sich in der Heterogenität innerhalb von Schulklassen wider. Was bedeutet das für den Prozess der Inklusion und welche Herausforderungen ergeben sich für die Institution Schule? Welche Kompetenzen benötigen angehende Lehrer*innen, um inklusiven Unterricht zu gestalten und so zu einem partizipativen und kompetenzorientierten Lehr-Lernklima beizutragen? Dies sind nur einige Fragen, die den thematischen Schwerpunkt der Forschungsklasse Heterogenität und Inklusion bilden. Das als Planspiel konzipierte Seminar bietet im ersten Semester der Forschungsklasse die Möglichkeit einen wissenschaftlichen Forschungsprozess vom Anfang bis zum Ende zu durchlaufen. Daran anknüpfend kann eine eigene Forschungsidee konkretisiert werden, die dann im zweiten Semester in ein eigenes kleines Forschungsprojekt münden kann. Ein zentrales Ziel der Forschungsklassen ist es, die eigenen Forschungskompetenzen zu erweitern.

Themen der Forschungsklasse:

In jedem Semester wird ein Schwerpunktthema behandelt, dass an die aktuellen Heterogenitäts-und Inklusionsdiskurse im Kontext von Schule und Unterrichtsgestaltung anknüpft.

Sommersemester 2019 - Othering in inklusiven Bildungsprozessen

Heterogenität und Chancengerechtigkeit sind zentrale Themen der aktuellen Inklusionsdiskurse. Diversitätssensible pädagogische Konzepte nehmen hierbei eine wichtige Rolle ein. Gleichzeitig trägt die Institution Schule paradoxerweise zur Reproduktion von „Anderen“ bei und verfestigt Bildungsbenachteiligung, die auf soziale, ethnische und religiöse Kategorien zurückgeführt wird. Welche Gegenstrategien wirken dem entgegen und wo kann das eigene Forschungsprojekt anknüpfen, das ggf. in einer Masterarbeit münden kann?

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