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24.06.2021

Inklusiv heißt nicht ‘alles ist möglich‘: Durch gezielte Integration sonderpädagogischer Fördermaßnahmen kommunikativen Fremdsprachenunterricht für unterschiedliche Lerner*innen ermöglichen

Referent*innen:
Dr.' Kim Schick & Prof. Dr. Andreas Rohde (Englisches Seminar II, Universität zu Köln)

Moderation: Verena Meis (Wissenschaftliche Mitarbeiterin in den Language Labs der Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung (ZuS), Universität zu Köln)

Für den inklusiven Englischunterricht wird vor allem der Einsatz des „aufgabenbasierten Lernens und Lehrens“ (Task-Based Learning and Teaching) gefordert, weil dieser kommunikative Ansatz umfangreiche Möglichkeiten der Differenzierung und Individualisierung biete. Die individuellen Lern- und Leistungsdispositionen der Schüler*innen müssen den Lehrkräften jedoch bekannt sein, um adäquat differenzieren zu können. Ohne entsprechende Kenntnis von Förderbedürfnissen können Lernende von einem kommunikativen Unterricht nicht profitieren, da dieser Unterricht ihre Förderbedürfnisse und Stärken nicht gezielt aufgreift. Nimmt man hingegen individuelle Lerner*innenvoraussetzungen (z. B. Schüler*innen mit Spracherwerbsstörungen oder Lese- Rechtschreibschwierigkeiten) als Ausgangspunkt, kann man Lerner*innen mithilfe von passenden Fördermaßnahmen die Teilhabe an einem kommunikativen Fremdsprachenunterricht ermöglichen.

In diesem Vortrag werden wir darstellen welche Herausforderungen sich bei der Ermittlung und Beschreibung dieser Lerner*innenvoraussetzungen im Hinblick auf eine inklusive Herangehensweise und die Verantwortung von Lehrkräften im inklusiven Kontext ergeben. Anschließend werden wir exemplarisch zeigen, wie sonderpädagogische Fördermaßnahmen in einen kommunikativen Englischunterricht integriert werden können.

 

Dr.' Kim Schick, Universität zu Köln
Prof. Dr. Andreas Rohde, Professur für Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik, Universität zu Köln