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Die Forschungsklasse „Sprachliche Bildungsprozesse“

Sprache spielt im Unterricht eine wesentliche Rolle: Sie ist – vor allem in den Sprachfächern – Gegenstand des Unterrichts, sie ist aber auch in allen Fächern das Medium, mit und in dem Inhalte vermittelt und besprochen werden.

Sprachliche Bildung spielt dabei in allen Fächern eine wichtige Rolle und umfasst überfachliche Unterrichtsaspekte: Mündliches und schriftliches Sprachhandeln, den Umgang mit Texten und Medien und die Untersuchung und Reflexion von Sprache. Doch wie genau geschieht dies in der konkreten Unterrichtssituation? Was heißt es, Schüler*innen zu vermitteln, zwischen verschiedenen, situativ jeweils unterschiedlichen Registern zu unterscheiden – und diese Register dann auch selbst anzuwenden? Wie kann Schüler*innen ermöglicht werden, an Bildungssprache teilzuhaben? Mit welchen linguistischen, soziologischen, pädagogischen (u.a.) Kategorien lässt sich beschreiben, was im Unterricht geschieht? Was sind fachspezifische Besonderheiten? Und: Wie lässt sich die Forschungslage zu diesen Themen beschreiben? Dies sind nur einige Fragen, an denen sich das große Spektrum an Themen veranschaulichen lässt, die sich hinter dem Oberthema dieser Forschungsklasse verbergen. Eine wichtige Rolle wird dabei die Überlegung spielen, wie ein passender „Methodenbaukasten“ aussehen kann, mit dem die jeweiligen Fragestellungen verfolgt werden könnten. Ziel des Planspiel-Seminars ist es, grundlegende Forschungskompetenzen zu erwerben, die dann im Folgesemester an einem eigenen kleinen Forschungsprojekt zum Thema Unterrichtskommunikation umgesetzt werden können.

Themen der Forschungsklasse:

In jedem Semester der Forschungsklasse werden wir uns mit einem Schwerpunktthema beschäftigen, das verschiedene Aspekte Sprachlicher Bildung aufgreift. 

Wintersemester 2019/20 - Fach – Sprache – Lernen

Dass Unterricht jeder Art sprachlicher Natur ist, ist mittlerweile fast zum Allgemeinplatz geworden: Sprache als Medium jeden Faches spielt bei der Planung und Durchführung von Unterricht eine zentrale Rolle – fachliche Inhalte müssen in irgendeiner Weise versprachlicht werden, um zu Lerngegenständen werden zu können. Dies ist allerdings alles andere als trivial – auf dem Weg zum Lerngegenstand liegen u.U. diverse sprachliche Herausforderungen: Schüler*innen haben ganz unterschiedliche sprachliche Voraussetzungen, die Sprache der Schule und des Unterrichts unterscheidet sich von der des Alltags, und viele Lehrpersonen selbst sind nicht ausreichend sensibilisiert für die (fach- und bildungs-) sprachlichen Fallstricke ihrer Fächer. Die Arbeit an diesen Themen obliegt dabei nicht nur dem Deutschunterricht, sondern ist eine Aufgabe aller Fächer. Diesem Themenkomplex widmet sich die Forschungsklasse im Wintersemester 2019/20: Welche fachspezifischen Forschungsfragen können in diesem Zusammenhang entwickelt werden? Und mit welchen Methoden könnte an diesen Fragen gearbeitet werden?

Anrechenbarkeit der Forschungsklassen im WiSe 2019/20

Die Teilnahme an der Forschungsklasse „Sprachliche Bildungsprozesse“ kann in Einzelfällen auf das Studium angerechnet werden:

  • Studierende des Lehramts Deutsch (HRGe, G, SP): 3 ECTS für das sprachdidaktische Hauptseminar in Aufbaumodul 2 „Sprachlich-literarische Bildung“. Für die Modulprüfung muss das in der Forschungsklasse erarbeitete Poster zu einer Hausarbeit ausgearbeitet werden.
  • Studierende des Lehramts Geschichte: 6 ECTS für das Schwerpunktmodul 3 „Didaktik der Geschichte“, sofern das Hauptseminar „Geschichtsunterrichtsplanung: Themen, Methoden, Medien“ im 3. Semester des M. Ed. besucht wird. Für die Modulprüfung muss das in der Forschungsklasse erarbeitete Poster zu einer Hausarbeit ausgearbeitet werden.
  • Studierende des Lehramts Englisch (HRGe, G, SP): 3 ECTS entweder für das CELT- oder PELT-Seminar im Schwerpunktmodul 3 "Fachdidaktik". Für die Modulprüfung muss das in der Forschungsklasse erarbeitete Poster zu einer 15-seitigen Hausarbeit ausgearbeitet und mit dieser zusammen eingereicht werden.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Dr.‘ Julia Sacher: julia.sacher(at)uni-koeln.de

 

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