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Inklusion in der Lehrer*innenbildung

Inklusion in der Lehrer*innenausbildung als Chance und Herausforderung

Inklusion schließt alle Aspekte der Vielfalt und Heterogenität des menschlichen Zusammenlebens mit ein und zielt auf eine Steigerung der Teilhabe sowie der Bildungsgerechtigkeit. Inklusion erweist sich damit als gesellschaftliche Chance und Herausforderung. Dabei wird Inklusion als ein gesamtgesellschaftlicher Prozess verstanden, in dem der Bildung eine Schlüsselrolle zukommt.

In der Lehrer*innenbildung hat diese umfassende Zielsetzung zur Folge, dass beim Prozess hin zu einer inklusiven Bildung die Beteiligung aller Akteure sowie deren Vernetzung unabdingbare Gelingensbedingungen sind.

Inklusion im Lehramtsstudium

Innerhalb des universitären Studiums wird Inklusion als Querschnittsaufgabe verstanden, welche sowohl die Bildungswissenschaften, die Praxisphasen als auch die Fächer betrifft. Im Besonderen sind für die Inklusion relevante Inhalte in allen Bereichen des Lehramtsstudiums auszubauen und zu verstetigen, sodass zukünftige Lehrer*innen die nötigen Kenntnisse und Handlungskompetenzen in ihrem Studium erlernen. Zugleich sind Werthaltungen zu thematisieren und aufzubauen, die die Umsetzung inklusiver Bildung unterstützen (UNESCO, 2003, S. 24f.).

Werden die Grundsteine für eine inklusive Bildung im Studium gelegt, kann für alle Schüler*innen die größtmögliche Teilhabe, das individuelle, passgenaue Lernen und damit auch gleiche Bildungschancen für alle Schüler*innen ermöglicht werden.

Studium inklusiv (Stud_i)

Im Studium inklusiv werden Studienanteile mit für die Inklusion relevante Inhalte in den Bildungswissenschaften, Praxisphasen und Fächern erprobt, weiterentwickelt und ausgebaut. Dieser Weiterentwicklung des Lehramtsstudiums liegt ein weiter Inklusionsbegriff zu Grunde, welcher sprachliche, kulturelle und soziale Heterogenität, kognitive und sozial-emotionale Heterogenität und Heterogenität in Bezug auf die Sinne und die Motorik der Lernenden berücksichtigt. Es werden die folgenden Ebenen der Inklusion im Teilprojekt bedacht:

•          Einstellungen und Überzeugungen zu Heterogenität und Vielfalt

•          Wissen um und Verständnis für Heterogenität und Vielfalt

•          Fähigkeiten, Fertigkeiten und Handlungskompetenzen für einen Umgang mit Heterogenität und Vielfalt

(UNESCO, 2003, S. 24f.)

Das Studium inklusiv berücksichtigt Heterogenität auch innerhalb der Universität zu Köln.

Heterogenität in Bezug auf…

•          die zukünftigen Schüler*innen aller Lehramtsstudierenden,

•          die Lehramtsstudierenden mit ihrer unterschiedlichen Herkunft, ihren Voraussetzungen und Interessen selbst,

•          die Bedingungen und Anforderungen in den unterschiedlichen Fächern und Disziplinen sowie den verschiedenen Phasen der Lehrer*innenbildung.

Auf der Grundlage dieses Verständnisses von Inklusion strebt das Studium inklusiv im Lehramtsstudium an der UzK an, Barrieren abzubauen, eine Plattform für Austausch und Vernetzung zu etablieren, für Heterogenität und Vielfalt zu sensibilisieren. Unsere Vision ist es, die Studierenden auf dem Weg zur inklusiven Schule zu begleiten. Das heißt, dass Studierende Ideen für eine inklusive Schulentwicklung sammeln und diese in die Praxis hineintragen können.

Literatur:

UNESCO (2003). Overcoming Exclusion trough Inclusive Approaches in Education. A Challenge and a Vision. Paris. Verfügbar unter: http://unesdoc.unesco.org/images/0013/001347/134785e.pdf [Zuletzt aufgerufen am 19.07.2016].