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Die Forschungsklasse „Sprachliche Bildungsprozesse“

Sprache spielt im Unterricht eine wesentliche Rolle: Sie ist – vor allem in den Sprachfächern – Gegenstand des Unterrichts, sie ist aber auch in allen Fächern das Medium, mit und in dem Inhalte vermittelt und besprochen werden.

Sprachliche Bildung spielt dabei in allen Fächern eine wichtige Rolle und umfasst überfachliche Unterrichtsaspekte: Mündliches und schriftliches Sprachhandeln, den Umgang mit Texten und Medien und die Untersuchung und Reflexion von Sprache. Doch wie genau geschieht dies in der konkreten Unterrichtssituation? Was heißt es, Schüler*innen zu vermitteln, zwischen verschiedenen, situativ jeweils unterschiedlichen Registern zu unterscheiden – und diese Register dann auch selbst anzuwenden? Wie kann Schüler*innen ermöglicht werden, an Bildungssprache teilzuhaben? Mit welchen linguistischen, soziologischen, pädagogischen (u.a.) Kategorien lässt sich beschreiben, was im Unterricht geschieht? Was sind fachspezifische Besonderheiten? Und: Wie lässt sich die Forschungslage zu diesen Themen beschreiben? Dies sind nur einige Fragen, an denen sich das große Spektrum an Themen veranschaulichen lässt, die sich hinter dem Oberthema dieser Forschungsklasse verbergen. Eine wichtige Rolle wird dabei die Überlegung spielen, wie ein passender „Methodenbaukasten“ aussehen kann, mit dem die jeweiligen Fragestellungen verfolgt werden könnten. Ziel des Planspiel-Seminars ist es, grundlegende Forschungskompetenzen zu erwerben, die dann im Folgesemester an einem eigenen kleinen Forschungsprojekt zum Thema Unterrichtskommunikation umgesetzt werden können.

Themen der Forschungsklasse:

In jedem Semester der Forschungsklasse werden wir uns mit einem Schwerpunktthema beschäftigen, das verschiedene Aspekte Sprachlicher Bildung aufgreift. 

Sommersemester 2018 - Sprache und Kultur im multilingualen Klassenzimmer

Kulturelle und sprachliche Vielfalt ist der Normalfall im Klassenzimmer: Schüler*innen (und auch Lehrpersonen) sind multilingual und greifen bei der Interaktion miteinander auf ganz unterschiedliche Wissensbestände zurück. Im Sommersemester 2018 soll genau diese Vielfalt mit ihren interaktionsbezogenen Konsequenzen im Zentrum der Forschungsklasse stehen. Welche Problemdimensionen bestehen in der Kommunikation im inter- und transkulturellen Raum? Welche Konsequenzen haben sie für Unterrichtsvorbereitung und -durchführung, aber auch für z.B. die Gestaltung von Elterngesprächen o.ä.? Und wie kann dies alles beforscht werden?

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