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Dramapädagogik

Der Begriff ‚Dramapädagogik’ umfasst eine Bandbreite an Ansätzen und Methoden zur (Fremd)Sprachvermittlung – muss sich jedoch nicht auf den Sprachunterricht beschränken – deren Gemeinsamkeit es ist, Unterricht in einen ganzheitlichen performativ ausgerichteten Möglichkeitsraum zu verwandeln, indem der Theaterpädagogik entlehnte Methoden, Techniken sowie nicht zuletzt Blickweisen und Sensibilität für die Lernsituation fruchtbar gemacht werden, und zwar derart, dass Lerninhalte im geschützten Als-ob eines fiktiven Handlungskontextes erspielt, visualisiert und damit gemeinsamer Reflexion zugänglich gemacht werden. Unter Einbezug der gesamten Person (sowohl der Lerner*in als auch der Lehrperson) eröffnen sich auf diese Weise (persönlichkeits)bildende Potenziale, welche die in den sprachlichen Kernlehrplänen vorgesehenen Kompetenzen integrieren und um performative sowie affektive Kompetenzen erweitern.

Das Language Lab bietet in diesem Bereich verschiedene Seminare und Workshops an, beispielsweise zum performativen Lehre und Lernen von Grammatik, wo ein Einblick in die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dramapädagogischer Mittel im Rahmen der Sprachförderung gegeben wird. Diese reichen vom Grammatiktraining über die Förderung von Sprachbewusstheit sowie mündlicher und schriftlicher Ausdrucksfähigkeit bis hin zur Verbesserung von Aussprache und Leseverständnis. Ein anderes, regelmäßig stattfindendes Seminar ist die Vorbereitung eines zweiwöchigen Sprachcamps für geflüchtete Jugendliche an einer Kölner Schule, bei dem neben der Sprachförderung auch thematisch jeweils an die Niveaus A1-A2 gebunden (lebensweltlicher Bezug, Problem- und Handlungsorientierung) handlungsorientierte didaktische Ansätze, darunter performative Lehrformate sowie der Einsatz digitaler Medien zum Tragen kommen. Einen Beitrag der WDR Lokalzeit aus Köln zur Ferienschule finden Sie hier, weitere Informationen zu den aktuellen Seminaren finden sie hier.